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du befindest dich hier: Bibliothek der Burg/ "Noël 1 - Teil 6"

 

 


Wieder auf dem Hof angekommen, brachte Olivier gerade die Pferde wieder auf die Weide. Er hatte sie ordentlich abgerieben, damit sie nicht schweißnass auf die Wiese kamen und auch wieder je eine Decke übergeworfen. Sie streichelten Balzac und Dumas noch einmal, bevor sie über das schneebedeckte Gras davontrabten und sich zur Herde der friedlich grasenden Hochlandrinder und Schafe gesellten.

Nach einander begaben sie sich in das Haus. Die Kinder zuerst. Sie stürmten nach Jackenabwurf und Schuhwechsel einmal die Küche, griffen hie und da eine Leckerei ab, bevor sie wieder rausgescheucht wurden. Etienne machte mit und bekam noch einen kleinen Extra-Lebkuchen heimlich von Celine zugesteckt. Der war eigentlich nur für Erwachsene, denn für den Nachtisch war er schon eine Weile in Rum eingelegt wurden. Er bemerkte seinen Vater gar nicht, als er von der Küche ins Wohnzimmer wechselte, dabei den Flur durchqueren musste, und von den Kindern am langen Tisch ein Brettspiel erklärt bekam.

Maxime schüttelte nur den Kopf. So locker hatte er seinen Sohn wirklich noch nie gesehen. Doch schien er sich hier ausgesprochen wohl zu fühlen. Er nahm sich vor, ihn die nächsten Tage einmal genauer zu fragen, was so anders war am Landleben in der Bretagne und in der Normandie.

Mathéo folgte allen anderen, hatte aber bald seinen Liebsten im Flur-Gedränge verloren. Seufzend räumte er also erst einmal alle Schuhe in eine ordentliche Reihe, sodass man endlich wieder gefahrlos durchlaufen konnte. Bevor er in den großen Wohnraum ging, stieg er die Treppen zu den Schlafzimmern hinauf. Er wollte sich einen dünneren Pullover anziehen, denn im Kamin wurde sicherlich wieder ein offenes Feuer entfacht, das den Raum gut heizen würde.

Er strich sich den Pullover gerade zurecht, als es an der Tür zaghaft klopfte. „Mat?“, rief es leise und Mathéo erkannte erstaunt seinen Bruder. Die Stimme war nicht so fest wie gewohnt, eher vorsichtig, fragend, genau wie früher, wenn er Mathéo geärgert hatte und dann reumütig sich bei ihm entschuldigen wollte.

Mathéo öffnete die Tür und blickte Pierre fragend an. Im nur seichten Licht der kleinen Nachttischlampe, die er statt der großen, grellen Deckenlampe angemacht hatte, wirkte Pierres Gesicht ungewöhnlich sanft. Nicht mehr so eckig und ernst.

Pierre starrte kurz, dann lief er zum Fenster, schaute über die Wiesen hinaus. Erst als Mathéo schon ungeduldig fragen wollte, seufzte sein Bruder, bevor er, weiter nach draußen sehend, mit sprechen begann.
„Mat. Du weißt, ich spreche nie wirklich offen über… …Gefühle. Ich kann das nicht. Ich kann analysieren, zusammenfassen, am besten eine Tabelle machen mit Zahlen, Statistiken. Das war ja schon als Kind so. Wir hatten oft Streit deswegen. Weil du immer so unordentlich bist und ich dagegen zu penibel.“
Bei diesen Worten blickte Pierre sich in dem Zimmer um und grinste ein wenig.
„Und wie ich sehe, bist du noch genauso chaotisch.“ Mathéo wollte aufbegehren, schloss dann aber den Mund. Pierre hatte ja Recht.
„Aber, Mat, das ist ja alles gar nicht so schlimm. Schlimm war für mich, als du uns sagtest, dass du schwul bist.“
Mathéo hörte sehr deutlich, wie schwer es für Pierre war, das so deutlich auszusprechen, ohne es irgendwie abwertend oder angeekelt klingen zu lassen. Er wollte das eigentlich gar nicht hören. Eine weitere Diskussion über sein Leben wollte er jetzt nicht haben. Nicht zu Heilig Abend. Er nahm seinen Mut zusammen und sprach Pierre an.
„Pierre, können wir das nicht wann anders besprechen? Heute ist der 24. Dezember. Lass uns runter gehen und den Abend wenigstens in Ruhe verbringen, wenn schon nicht in Einigkeit.“

Pierre antwortete überraschend heftig.
„Nein! Jetzt! Ich muss das jetzt erklären.“
Mathéo wurde klar, dass es seinem Bruder sehr ernst war, nickte ergeben und ließ sich auf das Bett fallen.
„Ich konnte es erst nicht glauben, was du uns da sagen wolltest. Ich habe immer gedacht, nein, mein kleiner Bruder ist nicht so. Celine fragte mich irgendwann mal, was ich unter „so“ verstehe. Mir kamen Bilder in den Kopf wie Männer in Frauenkleidern und so gruselig geschminkt tuntig reden. Sie fragte mich weiter, wie du denn wärest. Da konnte ich nur drauf antworten, dass du mein kleiner etwas zu hübsch geratener Bruder bist, der normal gekleidet ist, sich nicht schminkt und einen normalen Beruf gelernt hat. Und dann dachte ich wieder, dass du also nicht schwul bist, weil du doch „normal“ bist.“

Pierre schüttelte über seine eigenen Gedanken verwirrt den Kopf und fuhr sich frustriert mit den Händen durch die Haare.
„Das ist alles so ein Durcheinander. Ich habe im Internet geforscht. Manche Männer sagen, sie lieben nur Männer, andere auch Frauen. Dann gibt es Männer, die lieben Frauen, wollen aber selbst auch wie eine aussehen. Dann gibt es welche, denen ist es völlig egal, die wollen einfach eine Seele lieben… Und dann liest man immer wieder, was so alles passiert. Gerade in der Großstadt. Dieses Jahr sagtest du dann, dass du deinen Partner mitbringst. Und ja, ich dachte du schleppst so eine komische Gestalt an. In Frauenkleidern mit so affektiertem Getue und zu viel Schminke. Diese Menschen machen mir Angst. Ich kann sie nicht einschätzen. Nicht sehen, ob sie ehrlich sind. Und ich habe mir für dich doch nur das gleiche Glück gewünscht, wie ich es mit Celine schon selbst gefunden habe. Eine ehrliche Liebe. Und heute kommt dieser Typ da an.“
Bei diesen Worten blickte Pierre seinen Bruder wieder direkt an und hatte einen grollenden Ausdruck im Gesicht.

Mathéo war erst verblüfft, ob der Ehrlichkeit Pierres und dessen augenscheinlichen reichlichen Gedankengängen. Dann musste er trotz der ernsten Situation lachen. Denn eines verstand er: Maxime war so völlig anders, als wie es sich Pierre immer vorgestellt hatte.
„Pierre, ist Maxime wirklich so schlimm?“, fragte er noch immer kichernd.
„Ja!“, rief er aufgebracht. „Mathéo, siehst du es denn nicht? Er ist exzentrisch, von sich selbst überzeugt und sicher so ein perfekt durchorganisierte Mensch. Allein dass er genau die Pralinen dabei hatte, die unsere Oma so sehr mag.“
„Also genau wie du“, stellte Mathéo grinsend diesen Fakt in den Raum.
„Nein!“ Jetzt war Pierre verwirrt. „Nein! Das kann nicht sein. Er ist doch Anwalt.“
„Außerdem ist er sanft, sorgt sich um seine Liebsten und ist der beste Mann auf der Welt, den man sich nur wünschen kann. Und wenn du Celine fragst, wird sie über dich genau dasselbe sagen.“

Pierre war verblüfft. Mathéo sagte die Wahrheit.
„Ja, ja. Du hast ja recht“, gestand er dann seufzend ein und ließ sich neben Mathéo auf das Bett sinken. Nach einem kurzen Moment der Stille, sprach er aber weiter.

„Es ist egal, ob ich ihn mag oder nicht, diesen „Anwalt“. Wichtig ist das, was ich heute gesehen habe. Ich habe euch beobachtet, Mat. Du hast es nicht mitbekommen, denn du hattest nur Augen für ihn oder warst am Tisch vom Essen abgelenkt.“ Pierre lächelte ihn an. Ein Lächeln, wie er es bei ihm noch nie gesehen hatte. Ehrlich und offen und nur für Mathéo bestimmt. Gleichzeitig schob er einen Arm um ihn und drückte ihn kurz, aber fest.
„Er liebt dich wirklich, kleiner Bruder. Und das hat mich beruhigt. So wie du sagtest, ist er sanft zu dir und kümmert sich. Er hat dich immer im Blick und schaut, dass es dir gut geht.“

Jetzt war Mathéo wirklich sprachlos. Es klang fast unglaublich, dass diese Worte von Pierre kamen. Doch er konnte sich gar nicht weiter wundern, denn Pierre sprach gleich weiter.
„Und Etienne ist auch ein ganz lieber Junge.“
Ja, dem konnte Mat nur zustimmen. Maximes Sohn hatte wirklich alle im Handumdrehen um den hübschen kleinen Finger gewickelt…
„Und jetzt lass uns wieder nach unten gehen, bevor sich alle um uns Sorgen machen.“ Damit erhob Pierre sich, wirkte wieder mehr wie der Pierre, den er kannte. Aufgeräumt und strategisch.

***

Als sie herunterkamen, saßen die meisten wieder im Wohnzimmer am Ofen. Maxime saß direkt neben seinem Vater. Sie schienen sich so richtig gut zu verstehen, hatten beide ein Weinglas in der Hand und unterhielten sich angeregt.

So drängelte sich Mathéo gemeinsam mit seinem Bruder auf das zweite Sofa zu Onkel Olivier und ihrem Opa vom Gutshof, nahmen sich auch ein Glas mit rotem gegorenem Traubensaft und Mathéo lehnte sich sogar ein wenig an Pierre an, was dieser sich gefallen ließ. Der Nachmittag wurde entspannt und unterhaltsam. Die Männerrunde fand immer neue Gesprächsthemen, bei denen jeder mitsprechen konnte oder man lauschte einer Geschichte aus dem Alltag oder von Oliviers letzten Reisen durch Europa.

Irgendwann wurden die Kinder und Etienne in die Küche gerufen. Sie sollten den Tisch decken. So ging geschäftiges Treiben einher bis alle an der langen Tafel saßen und le réveillon(1) beginnen konnte. Während des mehrstündigen Weihnachtsfestmahls saß Mathéo endlich wieder bei Maxime, an dessen anderer Seite hatte sich Etienne einen Platz ergattert. Zu den Leckereien, die die Frauen mit viel Arbeit und Fleiß die letzten Tage zubereitet haben, gab es reichlich Wein und Wasser oder Traubensaft für die Kinder.

Und heute konnte Mathéo das Essen wirklich genießen. Er kostete von allem. Es gab mit Maronen garnierten Truthahn, Ente in Orangensauce, gestopfte Gänseleber, verschiedene Pastetchen, Fisch, Austern, Hummer und Langusten. Dazu viel Gemüse. Jeder fand etwas, was ihm schmeckte. Dabei ging es lustig am Tisch einher. Und je mehr Wein floss, desto fröhlicher wurde die gesamte Runde.

Der krönende Abschluss des Schlemmermarathons waren die Dessertvarianten: man konnte sich an gefüllten Fougasse(2), weißem Haselnussnougat und Pistazien, schwarzen Nougat mit Honig, getrockneten Feigen und Rosinen, Mandeln, Nüssen und Datteln, eingemachten Winterbirnen, Trauben, Orangen und Mandarinen sattessen. Natürlich gehörte auch die Bûche de Noël(3) dazu, auf die sich Mathéo immer besonders freute. Dabei wurde auch endlich der Champagner geöffnet und es dauerte eine ganze Weile, bis jeder jedem zugeprostet hatte.

***

Es war schon später Abend, als Nathan zum Aufbruch rief. Maxime und Etienne blickten sich verwundert um. Doch keiner wollte ihnen verraten, wo es nun hinging. So folgten sie also, zogen sich ihre warmen Wintersachen an und waren erstaunt, als sich alle draußen auf der Straße einfanden, die zum kleinen Ortskern führte. In den hohen Eisenschalen, die rechts und links der Straße entlang standen und die Maxime bereits bei der Herfahrt ungewöhnlich aufgefallen waren, brannten helle Feuer, die ihren Weg beschienen.

Es herrschte eine seltsame Stimmung. Wo gerade noch so viel lockere Fröhlichkeit herrschte, wurde nun gar nicht gesprochen. Durch die Kälte hörten sich ihre Schritte im Schnee knirschend an. Das Feuerholz knackte ab und an. Victor begleitete sie und lief zwischen den Mensch hin und her, schien immer wieder zu kontrollieren, ob auch alle da waren. Als sie an einer weiteren Einfahrt eines kleinen Gutshofes vorbeikamen, gesellten sich die Nachbarn schweigend zu ihnen. Die Gruppe wurde größer, als sie die ersten Häuser erreichten. Die einzelnen Familien vermischten sich, doch das war nicht schlimm. Neben Mathéo lief bald ein altes Großmütterchen und als sie im Schnee fast fiel, bot er ihr einfach den Arm, den sie glücklich annahm.

Auf seiner anderen Seite hielten sich Maxime und Etienne auf. Der Junge hatte sich von den Kindern loseisen können, da diese bei ihren Eltern gingen, und kuschelte sich bei seinem Vater an. Maxime war sicherlich auch erstaunt, doch konnte er seine Begeisterung gut im Zaum halten. Dafür machte Etienne umso größere Augen. Seine Faszination für dieses seltsam schöne Treiben konnte und wollte er auch nicht verbergen.

Sie erreichten bald den kleinen Marktplatz des Dorfes. Neben der boulangerie, dem boucher, dem marchand des quatre-saisons und der librairie, fand sich hier noch die dorfeigene auberge, das hôtel de ville und die petit chapel(4).

Die Kapelle war mit Fackeln beleuchtet und auf den Stufen vor dem Tor stand der Pfarrer. Die sonst so typische Kleidung eines Geistlichen beim Gottesdienst konnte man unter dem langen warmen wollenen Mantel nicht sehen. Man fand sich in großem weitem Kreise um die Treppen der Kirche zusammen. Mathéo drängelte sich ein wenig durch die Leute und führte das Großmütterchen bis nach vorn, wo für ältere Einwohner Stühle aufgestellt waren. Sie bedankte sich mit einem stillen Nicken und streichelte ihm kurz die Wange. Dann suchte er sich seinen Weg zurück weiter hinter, wo er Maxime und Etienne wieder fand.

Nur leises Stimmengemurmel war zu hören, sonst nur das Rascheln von Kleidung. Dann setzten die ersten Töne einer Gitarre ein. Neben dem Pfarrer war ein junger Mann getreten, der leise Töne spielte, dann begann eine schöne klare Stimme ein Lied zu singen. Passend zur sonst stillen Umgebung sang ein Mädchen „Douce nuit, sainte nuit(5)“.

Es ging so einfach und schön weiter. Statt langer Reden, las der Pfarrer immer nur einen Teil der Weihnachtsgeschichte vor, dann wurde ein Lied dazu gesungen. Wer mochte, konnte mitsingen. Als den drei Königen der Stern erschien, wurden Kerzen verteilt und entzündet. Das Licht wurde von Hand zu Hand weitergegeben, dabei wurde sich gegenseitig Glück und Harmonie gewünscht.

Mathéo, in der einen Hand auch eine Kerze, kuschelte sich zufrieden in Maximes Arm und glaubte noch nie ein so schönes Weihnachten erlebt zu haben. Das Fest in seinem Heimatort war schon immer etwas Besonderes gewesen, doch heute, wo er seine Liebe bei sich hatte, war es gleich noch einmal bedeutsamer für ihn.

Das besinnliche beieinander löste sich irgendwann. Gruppen fanden sich, es wurde miteinander geredet, nochmal Glückwünsche ausgetauscht. Das kleine Duo von Gitarre und Stimme spielte jetzt eher lockere Winterlieder, auch mal amerikanische oder englische. Einzelne drifteten schon davon, vor allem Eltern mit kleinen Kindern. Mathéo erblickte Pierre, Celine und die drei Kleinen. Solène hing auf den Armen ihres Vaters und schlief schon. Sie waren auch bereits auf dem Rückweg. Von irgendwo her kam Victor zu ihnen gelaufen und da war dann auch schon Nathan. So fand sich die Familie schon wieder Stück für Stück zusammen.

Sein Vater kam zu ihnen, gesellte sich an Mathéos freie Seite. Nach einer ganzen Weile fragte Nathan ihn leise.
„Bist du glücklich, Mathéo?“ Mathéo konnte sein weites Lächeln gar nicht zurückhalten. Er lehnte seinen Kopf kurz an Nathans Schulter an, zog dabei mit dem anderen Arm Maxime dichter an sich. Der wiederum musste, um nicht auszurutschen den armen schon fast dösenden Etienne an seiner anderen Seite enger ziehen und so stolperte die Gruppe plötzlich durch den Schnee. Mathéo lachte, war wirklich glücklich, was man ihm auch ansah. Und als er in den klaren Himmel schaute, blinkte ihm eine Sternschnuppe entgegen.

***

Es war noch ganz früh am morgen, als Mathéo sich leise durch das Zimmer schlich. Gestern Nacht hatte er einfach keine Zeit mehr gefunden. Sogar als Maxime sein Versprechen einhalten und Mathéo verwöhnen wollte, schlief er einfach ein, sobald er im Bett lag und Maxime neben sich fühlte. Er hatte eigentlich geplant gehabt, Maxime ganz und gar zu genießen, doch waren die letzten Tage einfach zu anstrengend. Das stetige Gefühlschaos forderte seinen Tribut in gnadenlosem Schlaf. Er gelobte Maxime im Stillen Wiedergutmachung.

Doch vorerst musste er sich durch seine Klamotten im Kleiderschrank wühlen. Irgendwo war doch der Beutel mit den… Ah! Da! Er nahm die große Stofftasche und huschte leise aus dem Zimmer und den Flur entlang zur Treppe hinab in den Wohnraum. Er begegnete niemanden und konnte so um den Kamin herum seine vielen Päckchen verteilen(6). Dort lagen bereits andere, auf jedem hingen kleine Namensschildchen. Na da würden sich nicht nur die Kinder morgen früh freuen. Und sich selbst gratulierte er für seine Weitsicht. Für die Kinder hatte er dieses Jahr Kuscheltiere gefertigt und dabei den weißen Tiger nicht so schön hinbekommen, so dass er einen zweiten gelben Tiger nähte, und den weißen trotzdem eingepackt hatte. So konnte er jetzt Etienne die weiß-gestreifte Großkatze schenken. Und Maximes Geschenk hatte er auch dabei, obwohl er es zwischendurch schon einfach wegschmeißen wollte. Jetzt versteckte er es ein wenig hinter anderen, sodass er es als letzter bekommen würde. Strafe musste doch sein.

Er klaute sich noch eine kleine Schokolade aus der Steinschale, dann schlich er sich in sein warmes Bett und zu Maxime zurück…

Ende

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1 - Le réveillon = Weihnachtsfestschmaus
2 - Fougasse = Pfannkuchen
3 - Bûche de Noël = mit Creme gefüllte Biskuitrolle = „bûche“ heißt “Holzscheit”; Früher hat man in kalten Nächten zu den Feiertagen einen Holzscheit im Kamin verglimmen lassen und die Asche auf den Feldern verstreut, um diese fruchtbar zu machen. Aus dieser Tradition entstand dann symbolisch das „Holzscheit aus Biskuitteig“

4
- boulangerie = der Bäcker
- boucher = der Fleicher
- marchand des quatre-saisons = (direkt: Händler der 4 Jahreszeiten) = der Gemüsehändler
- librairie = die Buchhandlung
- auberge = die Gastwirtschaft
- hôtel de ville = das Rathaus
- petit chapel = die kleine Kapelle

5 - „Douce nuit, sainte nuit“ = „Stille Nacht, heilige Nacht“
6 - traditionell kommt in Frankreich der Weihnachtsmann in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember, so dass die Geschenke erst am Morgen des 1. Weihnachts-Feiertages geöffnet werden;

 


Teil 5