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du befindest dich hier: Bibliothek der Burg/ "Der kleine KÖnig und der Mond"

 

 


 

Der kleine König war traurig. Er hatte keinen Spaß mehr am Leben, denn seit langem schon hatte es nicht mehr geschneit.

 

Dazu sollte man wissen, dass der kleine König kein normaler kleiner König war. Er war der kleine König des Winterlandes. Doch was war ein Winterland ohne Schnee? Und was war ein König ohne Winterland?

 

So schaute der kleine König nachts sorgenvoll hinauf in den Himmel und erblickte da den großen vollen runden Mond.

 

"Ach Mond. Was bin ich denn für ein König ohne Schnee? Was wärest du für ein Mond ohne die Erde?", sinnierte er und seufzte laut.

 

"Ja, kleiner König", antwortete da der Mond. "Was wären wir ohne Schnee und ohne die Erde. Aber höre zu, kleiner König. Ich könnte Schneewolken für dich herbitten. Aber im Gegenzug möchte ich mich in deinem Königreich des Tages über schlafen legen dürfen, so dass ich noch näher an der Erde sein kann."

 

Der kleine König sprang auf und rief dem Mond zu: "Aber natürlich Mond. Wie könnte ich dir diesen Wunsch verweigern, wenn du mir Schnee bringst."

 

Und so war es abgemacht. Der Mond bat das Wetter für den kleinen König Schneewolken zu bilden und noch in der gleichen Nacht schneite es und bedeckte alles im Lande des kleinen Königs mit wunderschönem weißem luftigem Schnee.

 

Und wenn später Wanderer das Winterland besuchten, berichteten sie von immer währenden Schnee, einem stets frohgemuhten kleinen König und einem seltsamen Berg neben dem Schloss, der aber nur tagsüber zu sehen war. Nachts war dort ein großes weites rundes Tal.

 

ENDE.

 


 

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