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du befindest dich hier: Bibliothek der Burg/ "Alexander Ried - Teil 7"

 

 


 

So sehr es sich Alex auch wünschte, doch Rian schüttelte nur den Kopf.
"Du bist krank. Dein Hals hört sich nicht gut an und dein Kopf ist auch noch fiebrig. Deswegen wird jetzt geschlafen." So wurde Alex rigoros in die Decke gepackt, das Licht gelöscht und schon bald schlief er auch schon fest wie ein Stein. Nicht zuletzt, da Rian ihm am Nachmittag als er geschlafen hatte, Wick-MediNait besorgt hatte, genauso wie den Hustentee und neuen echten deutschen Honig.

Am nächsten Morgen wurde er von frischem Kaffeeduft geweckt. Kaffee war gut, aber viel lieber hätte er sich noch ein wenig an Rian gekuschelt. Doch die Seite des Bettes war schon lange kalt und die Gästezudecke war bereits gefaltet ans Fußende gelegt. So einen ordentlichen, sortierten und früh aufstehenden Menschen hatte Alex noch nie getroffen. Vor allem noch keinen Mann, der ein eindeutiges Angebot zum Sex ausschlug. Doch Rian hatte gestern Abend Recht gehabt. Er war unheimlich müde gewesen und sein Hals tat auch heute noch weh. Er musste sich schonen. Aber wenn Rian doch so lecker roch?

Er schlich sich auf blanken Sohlen zur Tür hin und spitzte um die Ecke in seinen kleinen Küchenbereich hinüber. Und wirklich: dort stand Rian am Herd und brutzelte etwas in einer Pfanne, der Kaffee wurde in der Kanne auf der Platte heiß gehalten. Der Tisch war schon gedeckt und Alex fragte sich, wo die frischen Brötchen herkamen. Klar gab es unten an der Ecke den guten Bäcker. Aber Alex hatte überhaupt nicht gehört, wie Rian die Wohnung verlassen hatte oder wann er wieder zurückkam. Hatte er wirklich so tief geschlafen? Außerdem hatte Rian einen engen meerblauen Pullover mit Rollkragen an, der sehr verdächtig nach den Kaschmir-Pullovern aussah, die Alex gestern auch in diesem noblen Herrenausstatter entdeckt hatte. Sie waren sehr teuer gewesen. Doch an Rian sah er auch unheimlich toll aus. Zum Anbeißen eben. Und zum Ankuscheln.

Alex seufzte. Seine Hormone waren definitiv nicht krank. Im Gegenteil. Doch sein Körper machte da nicht mit. Dabei fragte er sich, wie Rian zu einem frischen Kleidungsstück kam und entdeckte eine kleine Tasche neben dem Bett. War er gar zwischendurch bei sich zuhause gewesen?

Er schlüpfte erst einmal in seine Hausschlappen, um Rian mit noch kratziger Stimme in der Küche zu begrüßen. Er erhaschte einen kleinen Kuss auf die Lippen und wurde dann aber weiter zum Bad geschoben, mit der Begründung, das Frühstück wäre gleich fertig. Das freche Grinsen, als er schmollend ins Bad schluffte, sah er nicht.

Dafür sah er kritisch sein Bein. Der blaue Fleck war noch immer so groß und die Haut spannte sehr stark. Nach der kurzen Dusche cremte er mit Arnica die Stelle gut ein, dann wickelte er sogar noch eine Binde drum, damit die Salbe nicht von der Jeans sofort wieder abgeschubbelt wurde. Er war aber auch ein Invalide: kaputtes Bein, kaputter Hals und wirr machende Schmetterlingsheerscharen im ganzen Körper. Er rief sich selbst zur Ordnung, bevor er zu Rian in die Küche kam und dort verwundert auf ein nicht ganz üblich deutsches Frühstück traf.

Neben den frischen Brötchen und seinen selbst pürierten Fruchtaufstrichen, fand sich auch Rührei, Speck und Nürnberger Würstchen auf dem Tisch.
"Lass es dir schmecken, Alex. Es ist nicht so leicht ein ‚english breakfast' in Deutschland zu machen, aber es kommt dem doch sehr nahe. Black Pudding, Porridge und Toast mit original englischer Zitronenmarmelade gibt es dann, wenn wir wirklich in England sind."

Alex genoss ab diesem Moment das Frühstück wahrhaftig. Nicht nur war es ausgesprochen lecker, auch der Satz ließ ihn sich toll fühlen. Rian wollte wirklich mit ihm nach England! Das war also gestern nicht nur so daher gesagt gewesen. Außerdem erfuhr er, dass Rian in seinem Auto immer eine kleine Notfall-Übernachtungstasche parat hatte. Das erklärte auch die frische Kleidung und das Waschzeug, was noch im Bad herumstand.

Da es Alex heute besser ging, beschlossen sie eine kleine Runde im Wald spazieren zu gehen. Rian achtete darauf, dass Alex auch warm genug eingepackt war und ließ vor allem demonstrativ sein Handy in der Wohnung zurück. Schon beim Frühstück waren diverse Nachrichten bei ihm eingegangen, die mit ihrem zwar leisem aber doch nervigen ‚Ping' die Stimmung empfindlich gestört hatten, bis Rian das Gerät stumm stellte. "Mein Sonntag gehört mir!", rief er dabei fast und Alex hatte schon Angst, dass Rian nun schlecht drauf wäre. Doch das Gegenteil geschah. Erstaunlich ausgelassen wanderte er mit seinen langen Beinen drauf los, zog Alex stürmisch mit sich mit und freute sich am schön verschneiten Adventssonntag.

Erst an einem Aussichtspunkt mit Bank konnte Alex etwas verschnaufen. Sein Oberschenkel pochte und schmerzte, doch der unbeschwerte Anblick, den Rian bot, als er als Überraschung eine sehr kleine Tupper-Box mit den Keksen von Alex' Mutter rausholte, ließen ihn die Schmerzen vergessen. Sie genossen ein paar Minuten schweigend die Gebäckstücke. Dann fragte ihn Rian, wie es denn mit der Weihnachtsfeier aussah. Alex erzählte ein wenig. Eigentlich nur, dass es leckeres Essen geben würde und auch einen Weihnachtsmann. Das weitere Programm wollte er nicht verraten.
"Dann ist also alles soweit fertig?"
"Ja. Ich wollte höchstens mit allen Parteien noch einmal telefonieren, ob alles so ist, wie ausgemacht, damit nichts vergessen wird."
"Hmmm… Dann kannst du eigentlich zu Hause bleiben", überlegte Rian.
"Na ja. Ich weiß nicht. Es geht eigentlich. Ich war schon die letzten Tage immer nur bis mittags da. Ich soll meiner Abteilung helfen und ihnen nicht noch mehr Arbeit machen."

Rian schaute ihn intensiv an, dann legte er ihm eine warme Hand auf die kühle Wange und streichelte wieder zärtlich mit dem Daumen über seine Nase.
"Ich will nur, dass du gesund wirst, Alex. Du sollst zur Feier auch da sein und nicht wieder den Tag mit Fieber im Bett liegen. Immerhin hast du doch alles organisiert. Außerdem, wenn du nicht gesund wirst, dann können wir nicht…" Er sprach nicht zu Ende, sondern küsste ihn ohne Vorwarnung. Nicht vorsichtig wie gestern Abend oder nur kurz zur morgendlichen Begrüßung. Sondern mit Feuer. Und während Alex gar nicht wusste, wie er auf so einen Überfall reagieren konnte, spürte er auch noch Hände, die sich auf seinen Po gemogelt hatten und deren Wärme nicht nur durch den Stoff der Jeans drangen, sondern gleich noch weiter. Er keuchte auf und Rian entließ ihn, gab ihm Raum zum Atmen.
"Du verstehst hoffentlich", flüsterte er rau gegen Alex Ohr, als er sich noch etwas seinen Hals entlang knabberte.

Alex wuselte durch Rians Haare, während er die Lippen in seinem Nacken genoss. Erst als sie Stimmen hörten, die sich durch den Wald näherten, lösten sie sich. Rian sah verträumt aus und war gerötet im Gesicht. Alex fühlte seine Wangen heiß gegen den kühlen Wind und fragte sich, ob man ihnen beiden es ansah. Doch da tobten schon einige Kinder mit Schlitten um die Ecke, beachteten sie gar nicht weiter, da sie zum Hügel auf der anderen Seite wollten. Zwei Frauen schlenderten quatschend wenig darauf ebenfalls an ihnen vorbei. Vermutlich die Mütter der Kinderbande. Sie grüßten nur knapp und folgten dem Weg hinüber.

"Ich bringe dich noch nach Hause, Alex. Dann muss ich leider los. Bitte überanstrenge dich morgen im Büro nicht. Es wäre schade, wenn du bei deiner Feier nicht dabei sein kannst. Du hast dir so viel Mühe gegeben. Du hast sogar dein Auto dafür zu Schrott gefahren. Das werde ich übrigens mit der Buchhaltung noch klären, dass du eine Entschädigung dafür bekommst. Das ist nur fair. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob du einen anderen Wagen dir anschaffen willst, oder nicht."

Und so war Alex zum Abend wieder allein und träumte Rians Wärme und Geruch nach…

***

Der Morgen der neuen Woche begann mit Husten und zärtlichen Weck-SMS von Rian. Alex packte sich eine neue Packung Kräutertee für das Büro ein und grinste sich selig durch den frühen Busverkehr zur Firma. Er war genervt, dass sein Hals noch immer nicht besser war, aber glücklich über das Wochenende. Er war verliebt und je mehr ihm das bewusst wurde, umso kribbeliger wurde er. Und er war nicht nur verliebt, er war mit seiner Liebe auch zusammen. Was gab es besseres. Er hätte es am liebsten in die Welt hinausgeschrien, aber beließ es bei einem weiteren zufriedenen Seufzen.

"Na, Alex. Frisch verliebt?", sprach ihn da Inge von der Seite an, als er mit heißem Teebecher am Schreibtisch saß. Er erschrak. Sah man ihm es so genau an? Dann dachte er sich, dass sie ja nicht wissen konnte, in wen er da verliebt war und nickte glücklich.
"Das sieht man. Du strahlst so. Und wie sieht sie aus?" War klar, dass Inge ihn neugierig ausfragen wollte.
"Hmmm… groß, sportlich, tolle Augen und schöne Haare und riiiecht gut", schwärmte er.
"Na ja. Ich merk' schon. Du bist ganz und gar verliebt. Ohne Rettung sozusagen." Inge war toll. Sie konnte sich für einen mitfreuen ohne hässlich neidisch zu sein.

Er fühlte sich im Laufe des Tages immer besser, trank regelmäßig seinen Kräutertee mit Honig und nachdem er wirklich noch einmal alles zur Weihnachtsfeier kontrolliert und seine Telefonrunde abgeschlossen hatte, konnte er sogar seiner Abteilung bei den alltäglichen Aufgaben helfen. Der Tag ging schneller rum, als er dachte. Überrascht blickte er auf die Uhr als ihn Caspar darauf aufmerksam machte und fragte, wie lange er denn heute bleiben wolle. Es war schon kurz nach 16 Uhr und für Alex also Feierabend.

Er verabschiedete sich von Caspar und Dirk und machte sich auf den Weg zu einem Supermarkt, da er noch einige frische Zutaten zum Kochen kaufen wollte. Im Bus holte er sein Handy hervor und schrieb Rian eine kurze Nachricht, dass es ihm gut ginge und er auf dem Weg nach Hause war. Rian antwortete fast sofort und schrieb, dass er ihm seinen Feierabend ein wenig neiden würde, da er noch zwei Termine hatte am Abend, sein Feierabend also noch etwas in der Ferne lag und er ihn heute daher auch nicht mehr besuchen könne. Alex tippte ihm ein paar aufmunternde Worte und dass sich Rian von Markus, ihrem Chef, nicht so ärgern lassen solle.

***

Dienstag ging sehr plötzlich los, weil Alex verschlafen hatte und dann eine andere Busroute nehmen musste, die länger und mit Umsteigen lästig war. Im Büro gab es viel zu tun und der Tag war so vollgepackt wie der Montag. Es war fast Feierabend und ihm fiel ein, dass er heute ja noch ein Treffen zum Essen in der Stadt hatte. Einige ehemalige Azubis seiner Ausbildungsfirma wollten sich gerne mal wieder sehen. Er freute sich darüber, dass sie noch Kontakt miteinander hatten und wurde plötzlich hektisch. Er musste sich zu Hause doch noch mal hübsch machen…

Erst als er in der Innenstadt in der gemütlichen spanischen Tapas-Bar saß und mit seinen Freunden quatschte, fiel ihm auf, dass er heute noch gar keine SMS von Rian erhalten hatte. Er wollte nicht unhöflich sein und so beließ er sein Handy in der Tasche und genoss den schönen Abend einfach.

***

Der Mittwoch verlief ein wenig träge. Auf der Arbeit zog sich die Zeit. Es war noch nicht mal 10 Uhr und Frank hatte bereits die zweite Kanne Kaffee geleert. Einer seiner Zwillinge hatte sich gestern Abend den Kopf am Bett gestoßen, alles vollgeblutet und musste schließlich in der Kinderklinik genäht werden. Irgendwann nach Mitternacht war dann endlich Ruhe in seinem Haus gewesen, aber die wenigen Stunden Schlaf brachten ihm nicht viel. Alex glaubte ja, dass das Koffein im Kaffee bei Frank schon lange keine Wirkung mehr zeigte. Er trank einfach zu viel davon. Er reichte ihm daher einen seiner Schokoriegel. Zucker wirkte angeblich auch. Zumindest ihm half es als Trost, da er heute auch noch keine SMS von Rian erhalten hatte. Dabei hatte er ihm heute Morgen im Bus einen schönen Tag gesimst und dass er ihn vermissen würde.

Als er am späten Nachmittag im Supermarkt in der Reihe an der Kasse anstand, klingelte sein Telefon. Er kramte es aus seiner Umhängetasche heraus und freute sich, dass es tatsächlich Rian war.
"Hey", rief er hinein. "Ich stehe an der Kasse. Kann ich dich gleich zurück rufen?" Rian klang ein wenig steif, als er erklärte, dass er auch gerade noch unterwegs war und nur fragen wollte, ob Alex heute Abend zu Hause wäre. Er könne nicht vorbeikommen, aber er wollte mit ihm telefonieren.
"Klar, ich bin heute den ganzen Abend zu Hause. Wollte mir was kochen…"
Rian sagte nur "Gut", dann raschelte es im Telefon und die Verbindung war unterbrochen. Verwirrt blickte Alex auf das Display. Was war das denn? Dann zuckte er mit den Schultern, freute sich auf heute Abend und machte sich nach dem Bezahlen beschwingt auf den Weg nach Hause.

***

"Guten Morgen", rief wie üblich gut gelaunt Inge in den Raum, als sie Donnerstag zur Arbeit erschien. Frank gähnte ihr entgegen, Dirk war nicht da, Alex grummelte. Nur Caspar lachte ihr ebenfalls gut gelaunt zu und begrüßte sie mit einem tiefen grollendem "Moin".
"Mensch, Leute. Was ist das denn für eine Katerstimmung?", schüttelte sie verwundert den Kopf. "Caspar, was ist hier los?", wendete sie sich an den einzigen Lichtblick an diesem Morgen.
"Also, Frank musste die Kinder heute Nacht trennen, damit er wenigsten etwas Ruhe hatte. Dirk ist bei Markus, weil der plötzlich ins Ausland fliegen muss und nicht weiß, ob er bis zur Weihnachtsfeier wieder da ist. Tja, und unser Kleiner hat wohl Liebeskummer… er sagt jedenfalls nicht viel und guckt so leidend."
"Oh", war alles was Inge erstmal dazu sagte, bevor sie ihren Mantel aufhängte und die Tasche an ihrem Platz verstaute.

Nachdem sie in der Teeküche war, kam sie direkt zu Alex.
"Hey, Alex. Ist alles in Ordnung? Du warst doch die letzten Tage noch so glücklich." Sie bestach ihn mit einem frischen Kaffee mit viel Milch - genauso wie er es mochte - und schaute ihn zwar neugierig, aber vielmehr mitfühlend und ehrlich besorgt an.
"Weißnich'", nuschelte er in den Becher hinein.
"Hmm… wie du weißt nicht? Hat sie Schluss gemacht?"
"Nein."
"Na, jetzt erzähl mal. Ich kann dir doch nicht jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen."
"Inge, da gibt es nicht viel zu erzählen. Er wollte mich gestern Abend anrufen, klang sehr ernst dabei, als er das sagte, aber ich habe ihn verpasst, weil meine Mutter angerufen und das Telefon für drei Stunden besetzt hat. Und heute hat er den ganzen Tag noch nicht ein einziges Mal auf meine SMS geantwortet", sprach er dann ganz aufgeregt. Als er zu Inge hochschaute, sah er sie seltsamerweise lächeln. Hä? Was sollte das? Dann wurde er bleich.
"Scheiße", entfuhr es ihm. Was sollte er denn jetzt machen?

"Keine Sorge, Alex. Wir werden das hier nicht aus dem Büro heraus verraten. Haben wir bisher ja auch nicht gemacht."
"Wie ‚bisher auch nicht'?", fragte er panisch nach.
"Na, es war uns allen hier schon recht zeitig klar, dass du mit Mädchen wahrscheinlich nicht so viel anfangen kannst. Aber das ist ja kein Grund, dich hier rauszuekeln. Du bist ein lieber Mensch und uns allen sehr wichtig."
"Aber… aber warum habt ihr denn nie etwas gesagt?"
"Was sollen wir denn sagen, Alex? Wenn du es nicht erzählen willst, dann willst du nicht. Ich erzähle dir doch auch nicht von allen meinen Eroberungen?"
"Ja, das liegt aber daran, dass wir dir das verboten haben", klang es trocken von Frank herüber. Inge guckte empört und stürzte sich dann schimpfend auf Frank mit voller Kaffeetasse. Alex lachte. Die passten hier wirklich alle gut zusammen. Dann spürte er eine große Hand auf seiner Schulter und er blickte überrascht Caspar ins Gesicht. Er lächelte ihm aufmunternd zu.
"Du brauchst dir wirklich keine Sorgen machen, Alex. Und wenn dir einer blöd kommt, sagst du es mir, ja? Dann wird der schon sehen, was er davon hat, meinen Kumpel zu ärgern." Dabei schlug er seine Faust in die flache Hand und nickte sehr ernst dazu.

Nach dieser Aussprache fühlte sich Alex wieder besser, auch wenn er für sein eigentliches Problem noch keine Lösung hatte. Dann fiel ihm etwas ein! Wenn Markus ins Ausland fliegen musste, musste Rian da vielleicht mit? Deswegen wollte er mit ihm reden. Sie wussten nicht, ob sie zur Weihnachtsfeier wieder da sein konnten. Schade, dabei hatte er sich so sehr auf das Wochenende gefreut…

Der Tag ging für Alex mit einer SMS zu Ende, die ihn in der Nacht kaum schlafen ließ. Rian schickte am Abend eine kurz angebundene Nachricht.
"Hi, Alex. Konnte dich nicht erreichen. Muss mit dir sprechen. Bin vielleicht schon freitagabends oder erst Samstag zurück. Hoffe, bis zur Weihnachtsfeier da zu sein. Bitte nimm dein Handy mit. Vermisse dich. Rian." Dazu hing eine Hieroglyphe dran, die sein altes Telefon wieder nicht korrekt anzeigen konnte.

Was musste Rian mit ihm besprechen? Er wusste doch nun schon, dass er fliegen musste. Oder wollte er doch keine Beziehung? Hatte er sich mehr von Alex erhofft? Oder war er ihm doch nicht gut genug? Zu einfach und … und ungebildet? Er wollte schon verzweifeln, als er merkte, wie er sich selbst in haltlose Gedanken hinein steigerte. Was Rian da schrieb konnte alles bedeuten… Er sollte einfach abwarten, was Rian zu sagen hatte.


Teil 6

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