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wie aus dem nichts taucht er auf
betrachtet ihn
lange haare wehen im stürmischen wind
der mond lässt es silbrig erscheinen

unfähig sich zu bewegen
seinen blutigen körper zu spüren, die zerrissenen flügel
schaut auf dieses wesen,
dass er nie zuvor gesehen
seit je her vermisste

ein sanftes lächeln des zarten wesens lockt
willig folgt er
kämpft gegen den schwachen körper
gegen die angst ihn nicht zu erreichen
zu schwach seine sehnsucht zu erreichen
zu kalt der boden, auf dem er liegt

weiße, schützende schwingen - so weich, sanft, wärmend
- ich werde auf dich achten - wehen feine worte in der stille

der engel
entfaltet die helle pracht
hebt den leblosen körper
hält ihn sanft, fest an seinem körper
das antlitz des dämonen, ruhig jetzt

flügelschläge in nun friedlicher nacht

 

(2001)